Schlagwort: Childfree-Rebellion

Seuchenhysterie – faschistoide Maßnahmen wegen eines Virus, während die Umwelt vielen keine freiwillige Einschränkung wert ist

Jeden Frühling und Sommer drohen Millionen Allergiker*innen aufgrund immer aggressiverer Pollen und immer heftigerer Reaktionen darauf zu ersticken. Das interessiert niemanden. Eine viel weniger bedrohliche Sache hingegen ist es den Regierenden wert, das gesellschaftliche Leben nahezu völlig lahm zu legen und Menschenrechte außer Kraft zu setzen. In den Seniorenheimen werden Menschen an Vereinsamung sterben, die häusliche Gewalt gegen Frauen wird noch mehr überhand nehmen.
Nicht genug damit, dass fast kritiklos immense Einschränkungen hingenommen werden, die in keinerlei Verhältnis zur Bedrohung stehen, vielmehr wird auch noch augenzwinkernd verlautbart, man könne den „Hausarrest“ ja nutzen, um weitere deutsche Kinder zu zeugen. Denen wird die ökologische Totalkatastrophe zugemutet, ohne mit der Wimper zu zucken. Ihnen wird eine Welt zugemutet, in der sie aktuell weder ins Hallenbad gehen können noch zum Eislaufen, noch sich ein Buch ausleihen können in einer öffentlichen Bibliothek. Und der Bevölkerung in Afrika und Asien wird weiterhin zugemutet, dass wegen unserer falschen Reproduktionsentscheidungen Menschen erstochen werden, wie im Sommer 2019 die Inderin im Kampf ums Wasser.
Wer nicht die Kernforderung der AfD nach mehr deutschen Kindern erfüllen, sondern vielleicht lieber was lesen möchte:

Die Childfree-Rebellion

Warum »zu radikal« gerade radikal genug ist

NEUES Buch ab 4. März 2020: Die Childfree-Rebellion – Warum »zu radikal« gerade radikal genug ist

Verena Brunschweiger

Die Childfree-Rebellion

Warum »zu radikal« gerade radikal genug ist

160 Seiten, 14,5 x 20,5 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-96317-196-3 (Print)
16,00 € (Print)
ISBN 978-3-96317-718-7 (ePDF)
12,99 € (ePDF)
ISBN 978-3-96317-730-9 (ePUB)
12,99 € (ePUB)

© Büchner-Verlag, Marburg, erscheint am 4. März 2020.

Für alle, die nicht damit rechnen dürfen, ein neues Wundermedikament zu entdecken oder als Heldin in die Geschichte einzugehen, verheißt Elternschaft den vermeintlich nachhaltigsten Weg, sich der Weltgeschichte einzuschreiben. Was einem selbst nicht gelungen ist, soll der Nachwuchs schaffen. Die Idee des »eigen Fleisch und Blut« hat vor allem in Deutschland Konjunktur, obwohl sie zuweilen gleich mehrfach kollidiert: mit den eigenen Ansprüchen an ein emanzipiertes Leben, der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung, der permanenten Überlastung der Ressourcen ebendieser Welt.

Verena Brunschweiger hat mit ihrem Manifest »Kinderfrei statt kinderlos« im Frühjahr 2019 eine feministische und ethische Lanze für die Kinderfreiheit gebrochen und das Thema des freiwilligen Verzichts auf Kinder sehr erfolgreich erstmals auf die deutsche Agenda gesetzt. In ihrem neuen Buch beschäftigt sie sich mit den Erregungsausschlägen der Debatte, setzt sich mit den häufigsten Missverständnissen auseinander und zeigt darüber hinaus auf, wie viele Anknüpfungspunkte es für die Ideen einer umweltsensiblen Lebensplanung bereits gibt – nicht nur in Deutschland, sondern überall in der Welt.

Ein gesondertes Kapitel befasst sich mit der Perspektive von Männern auf das Thema der Kinderfreiheit – eine Gruppe, die ihre Stimme in der Debatte erstaunlich oft zu Gehör brachte.

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